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Der mit einem Innenbehälter versehen Brunnen läuft durch das aus einem Lochgefäß stetig tropfende Wasser über, das sich in drei aufeinanderfolgende, in der Höhen abnehmende und durch Überlaufrohre verbundene, rechteckige Wannen ergießt, deren Wasseroberfläche dadurch in sanfter Bewegung bleibt.
Die Grundrisse der Wannen beziehen sich auf die Architektur des Raumens sowie auf die Größe eines Bettes.
In jede dieser Wannen wird mittel Projektor, der in der jeweils gegenüberliegenden Fensterlaibung montiert wird, das Dia einer schlafenden Person projiziert, dessen Spiegelung als ein vom Wasser bewegtes Bild an der gegenüberliegenden Wand erscheint. Durch eventuellen Zusatz von Pigmenten kann die Reflexion des Wassers verstärkt werden. Die Bildschärfe kann auf die Projektion oder deren Spiegelung eingestellt werden. Die Dias werden digital so bearbeitet, dass nur mehr die schlafende Person erscheint, der Hintergrund schwarz retouchiert.
Das überlaufende Wasser wird aus dem letzten, dem Brunnen am weitesten entfernten Behälter, mit einer kleinen Pumpe und Zeitschaltung in den Tropfbehälter zurückgepumpt, wodurch ein geschlossener Kreislauf entsteht. Das Geräusch des in den Brunnen tropfenden Wassers wird über Mikrofon und Laufsprecher verstärkt, sodass es als Rhythmus den Raum erfüllt.

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Seltsame Jubiläen

Zu Anekdoten, Mythen und Geschichten aus Linz

Performances und Installationen

2009

Aus der Geschichte soll man lernen, meinen Oberlehrer und zählen im gleichen Atemzug ein wichtiges Datum nach dem anderen auf. Jedes runde Jubiläum ist als Anlass willkommen, um zu lernen. Aber bloß was? Im Grunde eigentlich nur rechnen! 1809 und wie viel ist 2009? Richtig, 200 Jahre ist die Schlacht von Ebelsberg schon her! 2009 und wie viel ist 2034? Etwas schwerer, aber ebenfalls richtig, 25 Jahre Kulturhauptstadt Linz!
Bei jedem Jubiläum feiert irgendwer irgendetwas arithmetisch Rundes: 10-, 25-, 50-, 100- und x-mal.
Die Vergangenheit verkommt zu einem kleinkarierten Blatt Papier. Warum so pedantisch?
Überhaupt wenn Ordnung sprichwörtlich bloß das halbe Leben ist.
Die andere Hälfte ist doch viel spannender. Die vielen seltsamen Jubiläen. Die berichten von skurrilen Geschichten und von besonderen Momenten im Alltag einer Stadt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sind Fundstücke aus dem Leben.
Das Linz der seltsamen Jubiläen ist jung, mit jedem per du, schaut aus Hüfthöhe zu euch auf und teilt die Schätze seiner Neugierde. Seltsame Jubiläen sind ein Griff in die Hosentaschen von Linz. An vier Tagen bietet Linz09 die Möglichkeit, auf den Strom der Zeit zu blicken und neugierig findet man dabei seltsames Treibgut, das der Fluss angeschwemmt hat.

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Auftraggeber:
Linz09

Beteiligte:
Alexander Andrione, Sigi Kristöfl, Christine Pilsl und viele mehr…

Ai Wei Wei
Amina
ars electronica
Christoph Draeger
ELEVATE
Festival der Regionen
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Heidrun Holzfeind
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Judith Luger
Karl Unterfrauner
Klaus Hagenauer
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