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Gestaltung | Projektleitung

2009

Kunst und Kultur sind stets das Abbild der Geisteshaltung einer jeweiligen Epoche, ihre Entwicklungen unterliegen dem Fluss der Zeit.
Erst seit geraumer Zeit wird versucht, Volkskultur in einem Stadium der Vergangenheit einzufrieren und Veränderungen nicht mehr zuzulassen. Mit der Begründung, dass es sich damit nicht mehr um die wahre Ausdrucksform handle.
Volkskultur wird am Begriff Heimat festgemacht. Wie sieht unsere Heimat im Jahre 2009 aus und wie müsste demnach die Volkskultur aussehen – und wer gibt eigentlich vor, was sein müsste?
Marius Risi schreibt hierzu in seinem Essay „Wie die Kultur zum Volk kam – Zur Entstehung und Entfaltung des Volkskulturbegriffes“: Die wissenschaftliche Volkskunde konnte im Verlauf der letzten Jahrzehnte anhand unzähliger Studien nachweisen, dass jene als echt und unverfälscht verstandene Urkultur nie eine gelebte Realität gewesen ist, sondern vielmehr im 18. und 19. Jahrhundert von bestimmten sozialen Gruppierungen, nämlich den Aristokraten und den Bildungsbürgern, wo nicht ganz erfunden, so doch nach eigenen Maßstäben und Bedürfnissen völlig neu geformt worden war…
Linz als Schmelztiegel von Industrie, Medienkunst und Volkskultur bietet einen interessanten Nährboden für ein Projekt der besonderen Art.
In den letzten Jahren kann man eine Strömung beobachten, die richtungsweisende Akzente setzt, was Volkskultur am Beginn des 3. Jahrtausends außer Denkmalpflege auch noch sein kann.
Kleine, aber nicht übersehbare Akzente einer Subkultur, die sich der Neuinterpretation von traditionellen Wurzeln widmet – insbesondere im Bereich der Musik und dies mit einer wachsenden Anhängerschaft aus verschiedensten Bevölkerungsschichten und kulturellen Umfelder. Es tut sich was im Umgang mit der alpenländischen Tradition. Nicht nur in Österreich, sondern auch anderswo.
Ein Blick nach Barcelona oder Istanbul offenbart, wie leidenschaftlich und modern der Umgang mit der eigenen Volkskultur sein kann. Bands wie Orient Expressions oder Ojos de Brujo haben den Bezug der Jugend zu den eigenen Wurzeln revolutioniert und in der einen wie in der anderen Richtung Grenzüberschreitungen möglich gemacht.
Man hört sie in den In-Clubs von Berlin, London und Istanbul.
Warum nicht in Zukunft ein Clubbing im ¾ Takt?

Auftraggeber:
Linz09

Beteiligte:
Gotthard Wagner , Gunar Wilhelm, Margit Greinöcker, Tobias Hagleitner und 250 KünstlerInnen, MusikerInnen, ModemacherInnen und viele mehr..

Ai Wei Wei
Amina
ars electronica
Christoph Draeger
ELEVATE
Festival der Regionen
Hans Kropshofer
Heidrun Holzfeind
Jardin d'espoir
Judith Luger
Karl Unterfrauner
Klaus Hagenauer
linz09
Mamadou Ndiaye
Mathias Kniepeiss
Ramtin Asadolahzadeh
Regionale 10
rhizom
Stefan Busch
Tita Lang
Vladimir Arkhipov
Walter Niedermayer
Wodo Gratt