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Der mit einem Innenbehälter versehen Brunnen läuft durch das aus einem Lochgefäß stetig tropfende Wasser über, das sich in drei aufeinanderfolgende, in der Höhen abnehmende und durch Überlaufrohre verbundene, rechteckige Wannen ergießt, deren Wasseroberfläche dadurch in sanfter Bewegung bleibt.
Die Grundrisse der Wannen beziehen sich auf die Architektur des Raumens sowie auf die Größe eines Bettes.
In jede dieser Wannen wird mittel Projektor, der in der jeweils gegenüberliegenden Fensterlaibung montiert wird, das Dia einer schlafenden Person projiziert, dessen Spiegelung als ein vom Wasser bewegtes Bild an der gegenüberliegenden Wand erscheint. Durch eventuellen Zusatz von Pigmenten kann die Reflexion des Wassers verstärkt werden. Die Bildschärfe kann auf die Projektion oder deren Spiegelung eingestellt werden. Die Dias werden digital so bearbeitet, dass nur mehr die schlafende Person erscheint, der Hintergrund schwarz retouchiert.
Das überlaufende Wasser wird aus dem letzten, dem Brunnen am weitesten entfernten Behälter, mit einer kleinen Pumpe und Zeitschaltung in den Tropfbehälter zurückgepumpt, wodurch ein geschlossener Kreislauf entsteht. Das Geräusch des in den Brunnen tropfenden Wassers wird über Mikrofon und Laufsprecher verstärkt, sodass es als Rhythmus den Raum erfüllt.

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Die Schlafenden

Konzept für Installation, Projektionen in Wasser und Sound

1999

Mindestens ein Drittel unsere Lebens verbringen wir im Schalf, während die Zeit verinnt.
Zeit vergeht auch, wenn wir sie nicht wahrnehmen oder ist Zeit nur, da wir sie wahrnehmen?
Altern wir im Schlaf oder ist der Schlaf ein Jungbrunnen?
Im Gewölberaum „schlafen“ drei Personen als Projektion, unbewegt im Wasser, gleich Embryonen, während ihre Spiegelungen auf der Wand durch die konzentrischen Kreise der bewegten Wasseroberfläche lebendig werden. Der Takt von fallenden Wassertropfen aus einer Klepsydre, die nie leer wird, erfüllt akustisch den Raum gleich einem langsamen Herzschlag. Eine Traumwelt zwischen Sein und Nichtsein.

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